Freies Wort - Bis auf eine Ausnahme gab es für alle Ausbildungsverträge

Berufsvorbereitende Bildung |
Am BSI ging bisher erfolgreichste Maßnahme zu Ende

Hildburghausen - Voller Stolz nahmen kürzlich (fast) alle Teilnehmer an einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme 2007/08 ihre Zeugnisse entgegen. Und auch in diesem Jahr kann das Bildungs- und Schulungs-Institut (BSI) Hildburghausen in Kooperation mit dem Hildburghäuser Bildungszentrum (HBZ) den jungen Leuten bescheinigen: Die Mühe hat sich gelohnt!
Wie Bildungsstätten- und Projektleiterin Ingeborg Goll Freies Wort informierte, sei diese Bildungsmaßnahme bereits im vierten Jahr gelaufen. Das jetzt zu Ende gegangene sei das erfolgreichste gewesen.
Dank fleißigem Lernen und Arbeiten im BSI, im HBZ, in der Berufsschule und besonders in Praxisunternehmen der Region gelang es, mehr als 20 betriebliche Ausbildungsverträge für das kommende Lehrjahr abzuschließen. Das ist ein tolles Ergebnis und wiegt um so schwerer, als es sich um benachteiligte Jugendliche handelt.


Metallbereich ganz vorn


Die meisten Teilnehmer der Maßnahme fanden einen Ausbildungsplatz im Metallbereich. Aber auch zukünftige Landwirte, Steinmetze, Köche oder Verkäufer befinden sich unter den jungen Leuten. Weitere acht Teilnehmer werden eine schulische Ausbildung absolvieren. Diese wählten Berufe wie Kinderpflegerin, Sozialassistentin, gestaltungs- und bekleidungstechnische Assistentin. Einige entschieden sich auch für den Erwerb des Realschulabschlusses beziehungsweise des Abiturs. Von den insgesamt 54 jungen Männern und Frauen - alle aus dem Landkreis - sind jedenfalls bis auf eine Ausnahme untergebracht. Sie werden mit Beginn des Ausbildungsjahres weiter lernen.
"Der Weg dahin war nicht immer leicht, denn viele Teilnehmer hatten zu Beginn der Maßnahme keine Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft oder darüber, was sie sich eigentlich zutrauen können", so Ingeborg Goll. Manche seien echt erstaunt gewesen, als sie insbesondere in der fachpraktischen Arbeit oder in betrieblichen Praktika feststellen, welche Fähigkeiten in ihnen schlummern. Andere Teilnehmer hätten sich unter dem ursprünglich angestrebten Berufsfeld aber auch etwas völlig anderes vorgestellt. Enttäuschungen und Umorientierungen blieben also nicht aus.
Durch gezielten Stützunterricht in kleinen Gruppen und den Unterricht in der Berufsschule konnten viele der Jugendlichen ihre schulischen Leistungen, beispielsweise in Mathematik, verbessern oder den Hauptschulabschluss nachholen. So verschaffen sie sich bessere Voraussetzungen und erhöhten ihre Chancen auf dem Ausbildungsplatzmarkt.
Kurz und gut: Gemeinsam mit den Teilnehmern, den Eltern, Lehrern, Ausbildern, den Bildungsbegleitern und Sozialpädagogen sowie in bewährter Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit Hildburghausen und den zuständigen Mitarbeitern der ARGE gelang es, am Ende der Maßnahme für fast jeden die passende betriebliche oder überbetriebliche Ausbildung in Unternehmen oder Schulen zu finden ... Darauf sind die Jugendlichen und alle anderen Beteiligten stolz, und das mit Recht.
Im September beginnt eine weitere Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme in Hildburghausen, mit neuen Herausforderungen, aber auch mit neuen Möglichkeiten. Ob sie wieder so erfolgreich endet?
red